Ziele der Plattform und ihr Bewertungskonzept

Unsere Spielifizierungsplattform soll die Bestandteile des Cost Engineerings um Spielifizierungselemente erweitern und so einen spielerisch gestalteten Anlaufpunkt für alle Mitarbeiter, die Interesse am kostenbewussten Arbeiten haben, darstellen. Sie soll Unternehmen dabei unterstützen, kosteneffizienter und zielgerichteter vorzugehen und dabei die Unterstützung von möglichst vielen Mitarbeitern sichern. Vor allem sollen aber auch Mitarbeiter, die bisher wenig kostenbewusst agiert haben, für dieses Thema sensibilisiert und spielerisch herangeführt werden. Dieses Kostenbewusstsein wird in einer idealen Plattform mithilfe der vier Kernelemente Loyalität, Engagement, Effizienz und Motivation gefördert, die Mitarbeiter einerseits mit Begeisterung an die Plattform binden und andererseits die Arbeitsleistung in diesem Bereich optimieren. Besonders wichtig ist die Motivation, die durch den Spieltrieb und das Belohnungssystem für erreichte Punkte in Form von Prämien intrinsisch gefördert wird und somit nachhaltig erhalten bleibt. Durch definierte Aufgaben und Problemstellungen sollen Mitarbeiter im Cost Engineering strukturierter und effizienter arbeiten. Team- oder auch abteilungsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der Plattform sowie die Abhaltung interdisziplinärer virtueller Workshops fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter und die Loyalität zum Unternehmen. Ziel ist es, die Mitarbeiter dahingehend zu motivieren, dass sie mit freiwilligem, aber regelmäßigem Engagement in einer ungezwungenen, spielerischen, aber nicht verspielten Umgebung hochwertige Beiträge zur Kostenoptimierung leisten. Ein möglichst einfaches und schlankes Design der Plattform sorgt dafür, dass Mitarbeiter nicht durch zu hohen Prozess- und Verwaltungsaufwand abgeschreckt werden und sich gerne an der Plattform beteiligen.

Zusätzlich bietet die Plattform eine Auswertungsfunktion, um alle Aktivitäten und deren Ergebnisse zu messen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Plattform sollen Quests sein, das heißt bestimmte Aufgaben, die von den Mitarbeitern gelöst werden können, und deren Bearbeitung belohnt wird. Generell gibt es drei verschiedene Ansätze die Bewertung von Quests durchzuführen:

1. Demokratischer Bewertungsprozess: Bei diesem Ansatz haben die Spielteilnehmer die Möglichkeit aktiv durch eine Votingphase am Bewertungsprozess teilzunehmen.

Ein reiner Votingentscheid hat den Vorteil eines demokratischen Abstimmungsprozesses, die Spielteilnehmer dürfen ihre Leistung gegenseitig bewerten. Spielteilnehmer dürfen nicht für einen eigenen Vorschlag stimmen. Weisen nach der Abstimmung jedoch mehrere Vorschläge die gleiche Stimmanzahl auf, muss der Spielleiter eine finale Entscheidung treffen. Darüber hinaus werden mehrere Sichtweisen auf das Problem berücksichtigt. Der Votingentscheid ist allerdings im Vergleich zu anderen Methoden aufwendiger, da alle Spielteilnehmer dazu aufgefordert sind, andere Vorschläge zu bewerten.

2. Autoritärer Bewertungsprozess: Die Bewertung wird ausschließlich über den Spielleiter vorgenommen.

Eine ausschließliche Bewertung des Spielleiters hat den Vorteil, schnell und unkompliziert zu sein, zudem ist diese Bewertungsform einfacher zu programmieren, da kein Votingkonzept berücksichtigt werden muss. Allerdings ist die Bewertung ausschließlich durch den Spielleiter eine rein subjektive, es besteht die Gefahr, dass nicht der wirklich beste Vorschlag ausgewählt wird.

3. Kombinierter Bewertungsprozess: Sowohl die Spielteilnehmer als auch der Spielleiter nehmen am Bewertungsprozess teil.

Mit einem kombinierten Bewertungsprozess werden die Vorteile der beiden vorangegangenen Verfahren kombiniert und Nachteile minimiert: Die Spielteilnehmer sind zum einen am Bewertungsprozess beteiligt, die Teilnahme aller Questbeteiligten liefert somit eine objektive Bewertung, was den gestiegenen Aufwand dieses kombinierten Bewertungsverfahrens gerechtfertigt erscheinen lässt. Lediglich die Gefahr einer Wahl des nicht tatsächlich besten Vorschlags durch den Spielleiter bleibt.

Um die Gefahr einer Wahl des nicht tatsächlich besten Vorschlags zu minimieren , ist die Auswahl einer Revision möglich, in der die Spielteilnehmer den Spielleiter versuchen, dem ihrer Meinung nach besten Vorschlag zu überzeugen oder favorisierte Vorschläge des Spielleiters nachzubessern. Der Spielleiter hat danach die Möglichkeit, seine Entscheidung zu revidieren. Um die Bewertung so flexibel wie möglich zu gestalten, ist es dem Spielleiter überlassen, welche Bewertungselemente für den jeweiligen Quest am besten verwendet werden können.